Mozart in der Mongolei

DORTMUND. Für sein Mozart-Spiel ist das Amadeus Kammerorchester, ein Zusammenschluss von Profi-Musikern aus NRW-Orchestern mit Sitz in Dortmund, berühmt. Jetzt auch in Ulan Bator.

Ruhrnachrichten: Julia Gaß

Dirigent Felix Reimann und Johannes Hobbing, Bratschist bei den Dortmunder Philharmonikern, haben Mozart in die Mongolei gebracht und in der Staatsoper in Ulan Bator, dem ältesten Opernhaus Ostasiens, die “Zauberflöte” aufgeführt.

Große Neugier 

Ouvertüre der Zauberflöte

Ouvertüre der Zauberflöte

Für die Sänger und Instrumentalisten in dem Land, das vier Mal so groß wie Deutschland ist, aber nur 2,6 Millionen Einwohner hat, war das Neuland. Die deutschen Texte, die Musik, das klassische Spiel. Die Dortmunder hatten viel zu feilen, stießen aber große Neugier und Begeisterung. Gefeiert wie Stars wurden die Mozart-Experten aus NRW, vom Fernsehen interviewt und mit überschwänglicher Herzlichkeit hofiert. 

Drei Fernsehstationen berichten...

Drei Fernsehstationen berichten...

Nur fünf Tage hatten die Dortmunder Zeit für neun Proben - bei minus 30 Grad Außentemperatur. “Wir waren erst skeptisch, aber das Projekt hat zu so viel Begeisterung und Kreativität geführt”, erzählt Reimann. “Die Sehnsucht nach westlicher Kultur ist in der Mongolei unheimlich groß”, hat Hobbing gemerkt.

Kooperation geplant 

 

Schlussapplaus

Schlussapplaus

In einer zauberhaften Inszenierung, mit prächtigen Kostümen, guten Sängern und einem Orchester, das schnell gelernt hat, wie Mozart-Phrasierung klingen muss, ist die “Zauberflöte” im ausverkauften Haus gefeiert worden. 

Ensemble mit fantasievollen Kostümen

Ensemble mit fantasievollen Kostümen

Die nächste Einladung steht: “Don Giovanni” im Oktober. Aber auch Konzerte mit den mongolischen Sängern in NRW kann sich das Amadeus Kammerorchester vorstellen. Die Suche nach Sponsoren und Partnern bei der Deutschen Botschaft und dem Goethe-Institut hat begonnen. Ein Sponsor hat Interesse bekundet und gesagt: “Sie haben einen Sonnenschein nach Ulan Bator gebracht.”

 

 

 

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