Das Amadeus Kammerorchester Dortmund freut sich auch beim diesjährigen Adventskonzert am 12. Dezmeber 2009 in Dortmund Marten hochkarätige Solisten vorstellen zu dürfen. Nach Haydns Konzert für Trompete in Es-Dur 2007, das dieses Jahr anlässlich des Haydn Jahres auf CD erscheint, spielt Jürgen Pöchhacker das Trompetenkonzert in D-Dur von Johann Friedrich Fasch.

Jürgen Pöchhacker - Trompete
Der 1977 in Hollstein/Ybbs (Österreich) geborene Trompeter Jürgen Pöchhacker studierte am Konservatorium der Stadt Wien bei den Professoren Karl Brugger und Karl Steininger und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Josef Pomberger.
Er gewann den „Anton Bruckner Förderpreis“ der Wiener Symphoniker und wurde 2002 als 1. Solo Trompeter der Dortmunder Philharmoniker verpflichtet. Außerdem wirkte er u. a. bei den Salzburger Festspielen an zahlreichen Produktionen der Wiener Symphoniker, des Rundfunkorchesters Wien, der Wiener Staatsoper und den Wiener Philharmonikern mit.
Auf Grund seiner Vielseitigkeit ist Jürgen Pöchhacker ein gefragter Kammermusiker und Solist. So wirkt er in Ensembles wie der „Art of Brass Vienna“, dem Blechbläserensemble der Dortmunder Philharmoniker und der WDR Brass Band mit. Als Solist spielte er mehrfach mit dem Amadeus Kammerorchester Dortmund und den Dortmunder Philharmonikern.
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Im Jahr 2010 feiert das Amadeus Kammerorchester Dortmund sein zehn jähriges Jubiläum. Anlässlich dieses runden Geburtstages werden wir nach und nach einige Video Impressionen aus den 10 Jahren hier auf unserer Homepage für Sie bereitstellen. (Klicken Sie auf das Bild, um zu den Videos zu gelangen.)

- Don Giovannis Prager Liebe
Als erstes sehen Sie Highlights der Abschlussveranstaltung des Schwerter Mozartfestes 2006. “Musik in Klang und Tanz” hieß die dritte Veranstaltung des Festivals im Schwerter Freischütz und präsentierte mit “Don Givannis Prager Liebe” eine Eigenproduktion des Amadeus Kammerorchester Dortmund in Verbindung mit der Ballettschule Die TANZSTELLE. Auf der Grundlage der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart (Don Giovanni), Christoph Willibald Gluck (Balletmusik Don Juan) und Franz Danzi (Cellovariationen über Reich mir die Hand mein Leben) tanzen Jugendliche in beeindruckender Choreographie von Mahnaz Hankiewicz. Die außergewöhnliche Kombination von jugendlichen Tänzern in Verbindung mit dem Amadeus Kammerorchester Dortmund löste bei den Zuschauern Begeisterungsstürme aus. Die Presse schrieb damals: “Das sind doch die schönsten Veranstaltungen, wenn man mit einer gewissen Erwartung anfährt und diese dann weit übertroffen wird.” In diesem Zusammenhang danken wir nochmals der Kulturstiftung der Stadtsparkasse Schwerte, die diese Veranstaltung ermöglichte.
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Das Amadeus Kammerorchester Dortmund
zu Gast in Schloss Raesfeld
Beim letzten Konzert der Reihe Sommer-Schlösser-Virtuosen spielte das Amadeus Kammerorchester Dortmund unter der Leitung von Dirigent Felix Reimann ein überwiegend klassisches Programm im ausverkauften Rittersaal von Schloss Raesfeld.
Nach den frühen Streichersinfonien 1 - 4 von Felix Mendelssohn Bartholdy in den vorangegangenen Konzerten, hatte man für dieses Konzert seine Streichersinfonie Nr. 8 D-Dur aufgelegt. Die bedeutend umfangreichere viersätzige Sinfonie zeigt einen gewaltigen Entwicklungssprung des 12-jährigen Felix Mendelssohn. Wiederum erstaunlich die Ideenvielfalt innerhalb der einzelnen Sätze. Die beiden virtuosen Ecksätze umrahmen ein erstaunlich dunkles und trauriges Adagio, das allein den tiefen Streichern vorbehalten ist - sowie ein Menuetto, das im Trio ebenfalls durch ein furioses Zwischenscherzo völlig aus dem zu erwartenden Rahmen fällt. Das Amadeus Kammerorchester spielte intonatorisch sicher mit meisterlicher Eleganz.

Paolo Mendes spielt Haydns 1. Hornkonzert D-Dur
Mit Paolo Mendes präsentierte die Carl-Richard von Dörkenstiftung wiederum ein Star von Morgen. Der junge Hornist, der bereits zahlreiche internationale Preise gewonnen hatte, spielte das erste Hornkonzert von Joseph Haydn mit sensibler Leichtigkeit. Sein klarer Ton trug ebenso wie das filigrane Spiel des begleitenden Orchesters dazu bei, daß das Konzert wie lichtdurchflutet erschien. Das Konzert belegt außerdem die große Meisterschaft Haydns spezifische Instrumenteneigenschaften als natürlichen Bestandteil einer völlig neuartigen Musik zu integrieren. Das Publikum dankte dem jungen Solisten mit stürmischem Applaus.
Mozarts Konzert Es-Dur KV 271 wird fälschlicherweise das “Jeunehomme” Konzert genannt. Auf Grund von historischen Übertragungsfehlern ging man lange von diesem Namen aus. Mitlerweile weiß man aus einem Brief Mozarts an seinen Vater von 1777, daß er selbst das Konzert “Jenomy” nannte. Dies bezieht sich nach dem Mozartforscher Dr. Lorenz auf die Tochter des Mozartfreundes Jean George Noverre, Victoire Jenamy.

Amina Taikenowa - Klavier
Amina Taikenowa, die zum zweiten Mal in Raesfeld auftrat, spielte das Konzert brillant und mit einem leichten Mozartanschlag. Die junge Russin legte den zweiten Satz sehr träumerisch an, ging dann aber um so spielfreudiger und virtuos an den - von Mozart mit so unglaublich ideenreichen Eingängen und Kadenzen - ausgestatteten Finalsatz heran. Das Orchester und sein Leiter Felix Reimann bewiesen auch hier wieder äußerst feinfühlige Begleitqualitäten und präsentierten beinahe sinfonischen Klang in den ausladenden Orchesterzwischenspielen.
Der Abschied kam in Raesfeld
Offensichtlich, um sich von der gelungenen Konzertreihe gebührend zu verabschieden, hatte das Orchester zum Abschluss des Konzertes Joseph Haydns Sinfonie Nr. 45 fis-moll aufs Programm gesetzt. Diese Sinfonie ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich. Schon die Tonart fis-moll ist einzigartig und der Kopfsatz überrascht durch sein dramatisch absteigendes Akkordmotiv und die dagegengestellten Synkopen, die dem Satz etwas verzweifelt peitschendes geben. Bewußt stellten die Musiker den Gegenastz zum zweiten Thema des Kopfsatzes her, das in klagender Manier wie ein unabhängiges Intermezzo dasteht. Der langsame Satz, mit sordini bei den hohen Streichern - fahl im Klag, wirkt wie eine Traumsequenz. Wunderbar dann die Bläser im leichtfüßigen Menuet. Haydn unterbricht dann das Finale presto plötzlich mit einem scharfen Akkord auf der Dominante - nur das Horn spielt einen Signalton und jetzt folgt wiederum ungewöhnlich ein Abschluss Adagio in einer neuen Tonart. Hierbei verlassen nun nach und nach alle Musiker das Podium, die Musik verabschiedet sich im wahrsten Sinne des Wortes bis schließlich die beiden Soloviolinen das Konzert beenden. Mit diesem musikalischen Experiment konnte seinerzeit Haydn dem Fürsten Esterhazy klarmachen, daß es Zeit war den Musikern Urlaub zu geben, um die daheim verweilenden Familien wiederzusehen. Das teilweise überraschte Publikum in Raesfeld reagierte amüsiert und mit frenetischem Applaus.

Begeisterter Schlssapplaus im ausverkauften Rittersaal
Dirigent Felix Reimann bedankte sich beim Kreis Borken und der Carl Richard von Dörken Stiftung für die Ausrichtung der Reihe und ließ zum Abschluss ein weiteres Mal schmunzeln bei Johann Strauss’ Pizzicatopolka.
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Das Amadeus Kammerorchester Dortmund
zu Gast in der Wasserburg Anholt
Groß war der Andrang des Publikums beim vierten Konzert des Amadeus Kammerorchester Dortmund unter der Leitung seines Dirigenten Felix Reimann in der Reihe Sommer-Schlösser-Virtuosen. So groß, dass etliche Besucher leider keine Karten mehr ergattern konnten.
Mit Felix Mendelssohn Bartholdys Streichersinfonie Nr. 4, e-moll eröffnete das Orchester auch dieses Mal mit einem Frühwerk des Romantikers. Dabei ist diese Sinfonie noch ganz in der Tradition der Barockmusik - ein Studie des Zwölfjährigen - möglicherweise stand hier sogar Bach Pate, der ja im Hause Mendelssohn äußerst verehrt und viel musiziert wurde. Mit einem stolzen Grave im doppelpunktierter Manier beginnt der Kopfsatz und setzt mit einem fugaten von Tonleiterketten durchzogenen Allegro fort. Im folgenden Andante erfand der junge Komponist eine schier nie enden wollende Melodie, die sich schwebend auf einem lichten Gewebe von wiegenden Streicherakkorden fortbewegt. Der strenge und gleichzeitig stürmische Finalsatz fordert - durch eine Vielzahl an halsbrecherischen Trillern - höchste Virtuosität. Das Kammerorchester bewies auch hier wieder sein spieltechnisch hohes Niveau.

ein Hauch von Sanssouci im Rittersaal zu Anholt
Johann Sebastian Bachs Doppelkonzert d-moll für Oboe, Violine und Orchester BWV 1060 ist eines der berühmtesten Werke des Barockmeisters. Ein besonderes Glück ist, wenn alle anspruchsvollen Partien dieses Concerto grosso bestens besetzt wurden wie bei diesem Konzert. Die beiden jungen Solisten Stephanie Treichl (Oboe) und Andrey Rozendent (Violine) spielen mit jugendlicher Frische und einem Selbstverständnis, daß es einem beinahe den Atem raubt. Das Orchester ließ sich nicht bitten und so wurde das Concerto zu einem berauschenden Bacherlebnis.

Barbara Kortmann (Flöte)
Wo könnte man sich Johann Joachim Quantz Konzert für Flöte besser vorstellen, als im reichbebilderten Rittersaal der Wasserburg Anholt? Quantz - Lehrer von Friedrich dem Großen in Sanssouci - komponierte dieses Werk für den Preussenkönig und viele Konzertbesucher hatten sicherlich das berühmte Menzelbild vor Augen, auf dem man den König zwischen Kerzenleuchtern spielen sieht (Quantz steht auf Menzels Bild übrigens ganz rechts außen.) Mit Barbara Kortmann (Flöte) hatte man auch für dieses Konzert eine Meisterin ihres Instrumentes gewinnen können. Mit innigem Körpereinsatz spielt sie virtuos und gestaltete die drei Sätze differenziert mit einem flexiblen Flötenton.
Einen innigen Moment erreichte das Konzert mit Giacomo Antonio Domenico Michele Secondo Maria Puccinis “I Crisantemi”. Das ursprünglich für Streichquartett vorgesehene Werk eignet sich wunderbar für das zarte Streichergewebe des Amadeus Kammerorchesters. Dem Grafen von Aosta Amadeo di Savoia gewidmet durchzieht das Werk eine sanfte Traurigkeit, die teilweise an Stimmungen der berühmten Oper Tosca erinnert.

(v.l.n.r.) Zusana Schmitz-Kulanova, Joowon Park, Roxana Tudorache; Johannes Hobbing
Seinem Namensgeber widmete sich das Kammerorchester dann beim abschließenden Divertimento D-Dur KV 136 von Wolfgang Amadeus Mozart. Feinfühlig und spielerisch tänzelnd führte Reimann den ersten Satz. Im Andante leuchteten die zarten Terzen der Violinen im Kontrast zu den zart begleitenden tiefen Streichern. Virtuos und spritzig gelang das Finale und löste wiederum Begeisterungsstürme beim Publikum aus. Das Orchester bedankte sich mit dem Finalsatz aus dem F-Dur Divertimento KV 138.
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Das Amadeus Kammerorchester Dortmund
zu Gast in der Barockkirche Zwillbrock
Beim dritten Konzert der Konzertreihe “Sommer-Schlösser-Virtuosen” gastierte das Amadeus Kammerorchester Dortmund in der Barockkirche Zwillbrock. Vier Werke standen auf dem Programm und dieses Mal gab es einen deutlichen Schwerpunkt für den Barockmeister Johann Sebastian Bach

Barocke Pracht
Zu Beginn eröffnete das Orchester unter der Leitung von Felix Reimann mit der dritten Streichersinfonie in e-moll von Felix Mendelssohn Bartholdy. Sie hebt sich von den ersten beiden Sinfonien deutlich ab. Allein schon die moll Färbung und die satztechnische Führung zeigen bereits eine rasante kompositorische Entwicklung des nur 12 jährigen Komponisten. Virtuos spielte das Orchester die beiden stürmischen Ecksätze. Wie eine leichte Stille steht dazwischen der feine Andante Mittelsatz, den die Streicher in weichen Legatobögen ausgestalteten.

Martina Schilling
Mit Martina Schilling von der Oper in Dortmund hat die Carl Richard von Dörken Stiftung eine hervorragende Sopranistin ausgewählt. Mit ihre klaren und leuchtenden Stimme gestaltete sie gemeinsam mit dem Orchester die Hochzeitskantate “Weichet nur, betrübte Schatten”. Unerwartet dunkel und tief beginnt die Kantate mit einer beinahe schwermütigen - an die Matthäuspassion erinnernde - Orchestereinleitung. Anke Eilharth (Solooboe) legte die wunderbare Oboenkantilene geschmeidig über diese Düsternis und es entstand ein farbiges Wechselspiel zwischen Sopran und Oboe.
Die Welt wird wieder neu…

Dirk Nolte - Margit Erdelyi
Die Welt wird wieder neu, heißt es in der Kantate, die mit abwechslungsreichen Arien und Rezitativen aufwartet. Der furiose Part des Basso continuo, Franziska Batzdorf (Cello) Ursula Hobbing (Cembalo) und Krzystof Siudmak (Fagott) spiegelte beeindruckend den reitenden Phoebus in Phoebus reitet mit schnellen Pferden. Geschmeidig und weich dagegen das Wechselspiel zwischen Sopran und Solovioline (Lucja Madziar) in der Arie Wenn die Frühlingslüfte streichen. Das Scherzen und Herzen der Arie Sich üben im Lieben gelang amüsant im Wechselspiel der Soprankantilenen und der keck umspielenden Solooboe (Anke Eilhardt).
Die engagierten Musiker des Amadeus Kammerorchester setzten nun mit Johann Sebatian Bachs 3. Brandenburgische Konzert fort. Das berühmte Konzert greift die Tradition des concerto grosso auf und ist für jeweils drei Dreiergruppen ausgelegt. So spielen drei Violinen, drei Violen und drei Violoncelli entweder vereint oder auch völlig kontrapunktisch zusammen. Begleitet werden die “Konzertierenden” vom Basso continuo. Federnd legten Reimann und die Musiker den Eröffnungssatz an und es war erstaunlich, wie intensiv der Klang der elf Instrumentalisten die Zwillbrocker Kirche füllten. Eine anmutige, kurze und schwebende Violinkadenz ist alles was uns Bach als zweiten Satz gönnt. Dann bricht der Sturm der aufbrausenden Sechzehntelketten im furiosen Schlusssatz los.

Begeisterter Schlussapplaus in der gut besuchten Kirche
Mit Mozarts leichtfüßigem Divertimento in F-Dur KV 138 endete das verhältnismäßig kurze Nachmittagskonzert. Das Amadeus Kammerorchester bedankte sich für den stürmischen Applaus diesmal mit einer Zugabe und spielte noch den berühmten Kopfsatz aus Mozarts Divertimento D-Dur KV 136.
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Amadeus Kammerorchester Dortmund
zu Gast in Asbeck
Beim zweiten Konzert der Reihe Burgen-Schlösser-Virtuosen in der beinahe ausverkauften Stiftskirche Legden Asbeck spannte das Amadeus Kammerorchester Dortmund unter der Leitung von Felix Reimann einen weiten musikalischen Bogen von Mozarts Heiterkeit bis zu Barbers tragisch schönem Adagio für Streicher. Zunächst aber wurde in der Fortführung des “Leitfadens Mendelssohn” dessen 2. Streichersymphonie in D-Dur vorgestellt.

Mozarts Oboenkonzert in der Stiftskirche Asbeck
Die frühen Werke des 12 jährigen Felix Mendelssohn Bartoldy beeindrucken durch ihre Ideenvielfalt auch wenn hier und da noch satztechnische Klippen den jungen Komponisten erkennen lassen. Das Kammerorchester spielte die drei Sätze sehr differenziert - auffällig der zweite Satz eine Art Reminiszenz an Johann Sebastian Bach.Mit Samuel Barbers Adagio for strings ging das Kammerorchester ein Wagnis ein. Dieses berühmte Werk, das 2004 von BBC Hörern zum traurigsten klassischen Stück gewählt wurde, in kleiner Besetzung zu spielen ist eine große Herausforderung. Doch das vielschichtige melancholische Klanggewebe des amerikanischen Komponisten gelang vorzüglich und füllte die Stiftskirche mit schwebenden Klängen.

Stephanie Treichl
Mozarts Oboenkonzert in C-Dur ist ein Werk der mittleren Schaffensperiode des Salzburger Genies. Das ursprünglich 1777 für den Mannheimer Oboisten Friedrich Ramm komponierte Konzert ist der jungen österreichischen Oboistin Stephanie Treichl wie auf den Leib geschrieben. Ihr feiner und gleichzeitig warmer Oboenton verbindet sich mit einer spielerischen Leichtigkeit, die man sich für Mozart wünscht. Geradezu gesanglich gestaltete sie den zweiten Satz, der attacca in das Rondo übergeht, dessen Haupttema Mozart wiederum für die Arie des Blondchen Welche Wonne welche Lust in der Entführung aus dem Serail verwendete. Und es war wahrlich ein Wonne diese junge Solistin im Zusammenspiel mit dem agil und vital begleitenden Amadeus Kammerorchester zu erleben.
Anschließend stand nochmals das Werk eines Amerikaners auf dem Programm. George Gershwins Kleinod “Lullaby” - als Streichquartett konzipiert - gewinnt durch den orchestralen Klang ungemein. Mit faszinierenden Klangeffekten (Flagiolet Töne, bei denen der Streicher den Finger nur leicht auf die Saite auflegt) erzeugt Gershwin eine Art Glasharfeneffekt. Und dieser war in der Interpretation des Amadeus Kammerorchester wirklich atemberaubend. Geradezu spärisch und beinahe unwirklich entstand eine leichte und duftige Musik und bildete so widerum einen großen Kontrast zu Barbers Tristess.
Mit Mozarts Sinfonie B-Dur KV 182 schloß das festliche Nachmittagskonzert. Ergänzt um zwei Oboen und zwei Hörnern erschien der Klang des Kammerorchesters nun geradezu sinfonisch. Das Publikum dankte mit stehenden Ovationen und war sich einig, die vitale Spielfreude des Orchesters und seines Dirigenten Felix Reimann macht Lust auf mehr.

- Die “Bassgruppe” nach dem Konzert (v.l.n.r.) Ji Eun Kim, Bernhard Schwarz, Tomoko Tadoro
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Amadeus Kammerorchester Dortmund
zu Gast in der Burg Gemen

ausgelassene Stimmung beim Auftaktkonzert
Im ausverkauften festlichen Rittersaal der Burg Gemen präsentierte sich zum Auftakt der Konzertreihe “Burgen - Schlösser - Virtuosen” das Amadeus Kammerorchester in Hochform. Den Auftakt bildete die erste Streichersinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy. Ein Frühwerk des erst 12 jährigen Felix Mendelssohn, der laut Brief von Lea Mendelssohn im Jahre 1821 besonders produktiv war. “Seine [Felix] Produktivität ist wirklich zu bewundern; seit einem Jahr hat er zwei Opern geschrieben, die dritte ist zur Hälfte fast fertig; außerdem einen vier- und fünfstimmigen Psalm für die Akademie [und] sechs Symphonien nach Art der alten, ohne Blasinstrumente.” Das Kammerorchester spielte das satztechnisch heikle Werk unter der Stabführung von Felix Reimann mit grazieler Leichtigkeit und klassischer Eleganz. Die Vielseitigkeit des jungen Mendelssohn ist zu bewundern und macht neugierig auf die weiteren vier Sinfonien
(Nr. 2/3/4/8) die das Amadeus Kammerorchester zum Mendelssohnjahr in den nächsten Konzerten vorstellen wird.
Ein Meisterwerk der Barockzeit ist Georg Phillipp Telemanns “Wassermusik” oder auch die “Hamburgsche Ebb und Fluht”. Sie stammt aus dem Jahr 1723 und wurde zum 100jährigen Bestehen der Hamburgischen Admiralität uraufgeführt. Das erstaunlich moderne Werk löst die bekannten Tanzformen wie Gigue, Menuet oder Bourrée völlig auf und stellt die klangmalerischen Effekte aufs Ungewöhnlichste in den Mittelpunkt. Und gerade hier konnte das Amadeus Kammerorchester seine Rafinesse zeigen. Die Gegensätze der einzenlnen Sätze wurden brillant herausgearbeitet ohne dabei den großen Spannungsbogen zu verlieren. So waren “Der stürmende Aeolus” oder die “Ebbe und Fluth” tatsächlich erfahrbar.

Artyom Dervoed und Bettina Hartl
Nach der Pause gab es einen außergewöhnlichen musikalischen Leckerbissen. Astor Piazzollas Concerto für Gitarre, Bandoneon und Orchester 1985 in Liège uraufgeführt gehört sicherlich nicht ins Standardprogramm von Orchesterkonzerten. Mit Artyom Dervoed, Gitarre und Bettina Hartl (Bandoneon) hatte man ein hervorragendes Duo für dieses Konzert gefunden. Die Berlinerin Bettina Hartl stellte dem Publikum charmant das Bandoneon vor, das eben kein argentinisches Instrument ist, sondern eine deutsche Erfindung aus dem Erzgebirge um 1850. Über den Seeweg gelangte das Instrument dann nach Argentinien, wo es maßgeblich die moderne Tangomusik beeinfußte. Sie spielt dieses Instrument mit großer Intensität und entlockt ihm eben die, für Piazzollas Musik so typische Melancholie. Artyom Dervoed, Gewinner des Michele Pittaluga Wettbewerbs 2006 ist Stipendiat der Carl Richard von Dörken Stiftung war ihr ein ebenbürtiger Partner. Das Zusammenspiel der beiden Solisten verschmolz bereits in der Introduction einer Solokadenz der beiden Solisten. Frenetischer Applaus belohnte Solisten und Orchester.
Mit Edward Elgars Streicherserenade Op. 20 e-moll beendete das Orchester mit intimen und schwebenden Streicherklängen das gelungene Auftaktkonzert. Das begeisterte Publikum forderte eine Zugabe.

bis auf den letzten Platz gefüllt der Rittersaal der Burg Gemen
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Mit einem ungewöhnlichen Programm präsentierten sich zum ersten Mal Wolfgang Mertes (Violine) und Felix Reimann (Dirigent) im Teatro dell’Opera del Casino in Sanremo. Gemeinsam mit dem Orchestra Sinfonica di Sanremo wurden neben Mozarts Ouvertüre zu Cosi fan tutte und dem Violinkonzert D-Dur KV 218 das Concerto für Jazzvioline von Achim Paul Schneider und das in Brasilien komponierte Ballett “Le boef sur le toit” von Darius Milhaud zur Aufführung gebracht.

Sanremo
Besondere Aufmerksamkeit galt der Uraufführung des Jazzkonzertes von Achim Paul Schneider, bei dem jazzspezifiische Spieltechniken auch den Orchestermusikern abverlangt werden. Die Zusammenarbeit mit dem Orchester lief in italienischer Sprache. Dabei entstand ein intensive und emotionale Arbeitsatmosphäre bei der mit erstaunlicher Präzision die unterschiedlichen Stile der Werke in kürzester Zeit umgesetzt wurden. Bei den Proben zum Jazzkonzert demonstrierte der äußerst Jazzversierte Geiger Wolfgan Mertes die verschiedenen Spieltechniken auf seiner Elektrogeige.
Umjubeltes Konzert
Das Konzert unter dem klangvollen Namen “Jazzando” am 7. Mai 2009 im Teatro dell’Opera del Casino war ein voller Erfolg. Das Orchestra Sinfonica di Sanremo mit einem brillanten Mozartklang spielte unter Reimanns Leitung eine höchst agile und virtuose Ouverture zu Cosi fan Tutte. Wolfgang Mertes gelang danach etwas absolut außergewöhnliches.

Wolfgang Mertes - Felix Reimann
Spielte er im ersten Teil des Abends zunächst mit feinstem klassischen Geigenklang das berühmte Mozartkonzert D-Dur KV 218 - virtuos ausgewogen, stilsicher und mit sprühender Leichtigkeit so kam er im zweiten Teil mit der Jazz-Elektrogeige zur Uraufführung des von ihm gemeinsam mit dem Komponisten Achim Paul Schneider erarbeiteten Jazzconcerto. Wie losgelöst und voller Spielfreude tauchten sowohl Solist als auch das Orchester ein in den Swing des ersten Satzes. Hinreißend und anrührend die langgezogenen Melodiebögen des zweiten Satztes Ballad um schließlich in einem furiosen Latin einen tänzerischen Höhepunkt zu erreichen. Mit standing Ovations belohnte das Publikum die Musiker nach der Uraufführung.
Brasilianische Farben
Daß Darius Milhaud sein Ballett “Le boeuf sur le toit” in Rio de Janeiro komponierte weiß man. Wie skurril die Atmosphäre und die Besucher seiner imaginären Nachtbar als Schauplatz des Ballettes war, kann man hören. Vorallem wenn diese Musik so differerziert und changierend vorgetragen wird. Reimann animierte die Musiker des Orchestra Sinfonica di Sanremo mit klarer Stabführung zu allergrößten Kontrasten. Mit wunderbaren Bläsersoli, fantastischen Klangfarben und mit großem Elan begeisterte das Orchester sein Publikum, das sich abermals von den Plätzen erhob.

Promenade von Sanremo
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Andrey Rozendent, Violine
Im Rittersaal mit Ahnengalerie der Wasserburg Anholt gibt es am 14. Juni 2009 ein „Sansouci-Konzert“. Wir freuen uns bei diesem Konzert neben Barbara Kortmann (Flöte) und Stephanie Treichl (Oboe) auch den jungen Geiger Andrey Rozendent präsentieren zu dürfen. Der 1989 in Kaliningrad (Russland) geborene Geiger , begann im Alter von sieben Jahren mit dem Violinspiel unter der Leitung von S. Glibka an der R. Glier – Musikschule in Kaliningrad. Danach studierte er an der Moskauer Zentralmusikschule bei Prof. Kravtschenko und setzte sein Studium er an der Hochschule für Musik Würzburg bei Prof. G. Zhislin fort. Seit 2006 studiert er bei Prof. Zakhar Bron an der Hochschule für Musik Köln.
Im Jahr 2000 gewann er den internationalen Wettbewerb „Junger Musiker“ in Tallinn (Estland) und ist Preisträger des „Berliner Salons“. Außerdem ist er Stipendiat der Firma Arc Verona, der E. Roerich Stiftung und Vladimir Spivakov- Fonds. 2005 wurde er beim Filmfestival „Das Baltische Debüt“ für seine Rolle in dem Film „Papa“ ausgezeichnet.
Andrey Rozendent konzertierte bei internationalen Festivals u.a. von V. Spivakov in Colmar (Frankreich) und N. Petrov (Musikalischer Kreml) in Moskau. Des weiteren nahm er an Präsentationen der Violinkollektion von D. Machold teil, bei denen er die Möglichkeit hatte, mehrere Guarneri del Gesus und Stradivaris, unter anderem die legendäre „Kaiserin von Russland- Stradivari“, zu spielen.
Der junge Geiger konzertierte bereits in vielen europäischen Ländern wie Deutschland, Estland, Frankreich, Kroatien, Polen, Russland, Schweden, Spanien, der Schweiz und der Ukraine.
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Das Amadeus Kammerorchester freut sich, daß mit Barbara Kortmann ein Jungstar für das Konzert am 14. Juni 2009 in der Wasserburg Anholt gewonnen werden konnte.

Barbara Kortmann
1985 in München geboren, studiert sie in der Flötenklasse von Prof. Andrea Lieberknecht an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.
Sie war Teilnehmerin der „International Musicacademy Kristiansand”, des internationalen Musikfestivals „Allegro Vivo”, des Konzert- und Meisterkursfestivals „Konturen”, der „Internationalen Kammermusikakademie Frenswegen”, des „Braunschweig Classic Festivals”, der „Rheingau Festspiele”, sowie Stipendiatin der „Internationalen Sommerakademie Prag-Wien-Budapest” und der „Mattheiser Sommerakademie”. Es folgten ein Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben sowie Rundfunkaufnahmen bei NDR Kultur in der Sendereihe „Debüt junger Künstler”. Mit 17 Jahren gewann sie im „International Music Competition Jeunesses Musicales Bucharest” einen dritten Preis und wurde von der Freien und Hansestadt Hamburg als herausragende Nachwuchsmusikerin ausgezeichnet, sowie von der Kulturbehörde mit einem Sonderpreis geehrt. Im September 2008 gewann Barbara Kortmann im „Internationalen Aeolus Bläserwettbewerb für Flöte, Oboe und Posaune” den Preis für die beste Interpretation zeitgenössischer Musik. 2000 und 2002 wurden Barbara Kortmann die Förderpreise der Hamburger Musikhochschule verliehen, 2003 erhielt sie den Sonderpreis für Junge Nachwuchsmusiker des NDR-Sinfonieorchesters. Seit 2005 ist sie Stipendiatin der von Yehudi Menuhin ins Leben gerufenen Stiftung „Live Music Now”. Ein umjubelter Erfolg war Ihr Konzertdebüt im März 2009 mit den Dortmunder Philharmonikern unter der Leitung von Jac van Steen.
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